Die Dojo-Zeiten sind die Übergänge zwischen den Jahreszeiten.
Jede Dojo-Phase dauert 18 Tage und steht im Zeichen des Erde-Elements mit den Organen:
• Milz – Quelle der Qi-Bildung, Umwandlung von Nahrung & Flüssigkeiten
• Magen – Nährboden, Zentrum der Aufnahme & Verdauung
Die Erde ist die Mitte – sie stabilisiert, gleicht aus, zentriert.
In den Dojo-Zeiten haben wir die Chance, alte Energien loszulassen und uns neu auszurichten, bevor die nächste Jahreszeit ihre Dynamik entfaltet.
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Wann sind die Dojo-Zeiten?
Es gibt vier Dojo-Phasen pro Jahr, jeweils zwischen den Hauptjahreszeiten:
1. Winter → Frühling (Ende Januar/Februar)
2. Frühling → Sommer (Mai/Juni)
3. Sommer → Herbst (August/September)
4. Herbst → Winter (Oktober/November)
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Die Erde im Tagesrhythmus – Organuhr
Nicht nur das Jahr, auch der Tag folgt dem Rhythmus der Fünf Elemente.
Die Erde zeigt sich besonders stark in zwei Zeitfenstern:
• Magen-Zeit: 7 – 9 Uhr Ideale Zeit für ein warmes, gekochtes Frühstück (z. B. Hirsebrei, Congee).
Der Magen nimmt auf, was die Mitte trägt. Wer hier kalt isst, schwächt langfristig die Mitte.
• Milz-Zeit: 9 – 11 Uhr Hier beginnt die eigentliche Umwandlung in Qi.
Was am Morgen aufgenommen wurde, verwandelt die Milz in Energie für den Tag.
Besonders geeignet für geistige Arbeit, Konzentration und klare Gedanken.
Wer die Dojo-Kur mit der Organuhr kombiniert, unterstützt Milz und Magen im richtigen Moment – und nährt Körper, Geist und Seele zugleich.
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Zeichen der Schwäche in Dojo-Zeiten
• Müdigkeit, Schweregefühl, Völlegefühl
• Grübeln, Sorgen, Kreisen der Gedanken
• Feuchtigkeit im Körper (Schleim, Wassereinlagerungen)
• Appetitlosigkeit, Blähungen, weicher Stuhl oder Durchfall
• Abwehrschwäche
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Basis-Dojo-Kur – die Mitte nähren
Die Kur dauert idealerweise die 18 Tage einer Dojo-Phase.
Empfohlene Nahrungsmittel:
• Getreide: Hirse, Reis, Hafer, Dinkel
• Gemüse: Kürbis, Karotten, Süßkartoffeln, Pastinaken, Fenchel, Zucchini
• Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen, Mungbohnen (klein & leicht)
• Obst: Äpfel, Birnen, Aprikosen – gekocht oder als Kompott
• Gewürze: Zimt, Anis, Fenchel, Kardamom, Ingwer
• Suppen & Breie – leicht, wärmend, bekömmlich
Rezept-Vorschläge:
• Goldene Hirse-Milch mit Zimt & Aprikose (Morgen)
• Gemüse-Miso-Suppe mit Kürbis & Wakame (Mittag)
• Reis-Congee mit Karotten & Datteln (Abend, sanft für Magen/Milz)
• Ingwer-Zitronen-Tee als Tagesbegleiter
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Besonderheiten der einzelnen Dojo-Zeiten & Vorschläge
Winter → Frühling (Februar-Dojo)
• Thema: Entschlacken, den Körper reinigen
• Fokus: leichte Kost, Bitterstoffe, frische Kräuter
• Tipp: Mungbohnen-Suppe, Brennnesseltee, gedämpftes Gemüse
Frühling → Sommer (Mai-Dojo)
• Thema: Balance für das Herzfeuer
• Fokus: kühlende Getreide (Hirse, Gerste), Bitterstoffe
• Tipp: Gerstensuppe mit Gemüse, Artischocken, Löwenzahnsalat
Sommer → Herbst (August-Dojo)
• Thema: Zentrierung, Mitte stärken
• Fokus: leicht süße Kost, Kürbis, Karotten, Feuchtigkeit transformieren
• Tipp: Kürbiscremesuppe, Hirsebrei mit Birne, Pflaumenkompott
Herbst → Winter (November-Dojo)
• Thema: Vorrat anlegen, Wurzeln stärken
• Fokus: wärmend, erdend, Qi aufbauend
• Tipp: Süßkartoffel-Eintopf, Linsensuppe, Gewürztee mit Zimt & Ingwer
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Dojo-Aktivitäten
• Leber entlasten durch Bitterstoffe (Frühjahrs-Dojo)
• Herz kühlen durch Atemübungen & Meditation (Sommer-Dojo)
• Lunge stärken durch Klarheit & Ordnung (Herbst-Dojo)
• Niere nähren durch Ruhe & Innenschau (Winter-Dojo)
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Fazit:
Die Dojo-Zeiten sind wie „kleine Erntefeste“ für die Mitte – sie helfen uns, Qi, Blut und Essenz im Gleichgewicht zu halten und harmonisch in die nächste Jahreszeit zu starten. Wer die Dojo-Kur pflegt und die Organuhr von Milz & Magen beachtet, stärkt nicht nur Verdauung und Abwehrkräfte, sondern auch innere Ruhe, Resilienz und Klarheit im Denken.
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Herz-LiCHtsT Magdalena
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Das Tao, das man benennen kann,
ist nicht das wahre Tao.
– Laozi